• "Why fall in love with life, if I´m gonna marry death?"

Initiative 1 : Gewaltprävention

Kurzbeschreibung

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Detaillierte Beschreibung dieses Teils des Projektes

Die Jugendorganisation Jovenés por la Vida (kurz: JOVI) setzt sich bereits seit 2008 für Gewaltprävention in ihrer „roten Zone“ ein. Dazu veranstalten sie Fortbildungen zu Themen wie Menschenrechte, Sexualität, geschichtliche Erinnerung (vor allem in Bezug auf den Bürgerkrieg, der erst 1996 zu Ende ging) u.v.m., sowie künstlerische und kreative Ausbildungen als Alternative zum Leben auf der Straße. Dies vor allem deshalb, damit sich Kinder und Jugendliche anderweitig beschäftigen anstatt sich Jugendbanden (sog. Maras, wie MS13 und Barrio 18) anzuschließen. In der Jugendgruppe können sie ihre Zeit sinnvoll nutzen.

Die Jugendorganisation hat kaum finanzielle Mittel und muss ihre Aktivitäten manchmal aus der eigenen Tasche bezahlen, obwohl die Mitglieder selbst aus Situationen extremer Armut stammen. Außerdem finden alle Aktivitäten im Freien statt, obwohl es dort sehr unsicher ist. Es ist deshalb wichtig einen Raum für Kinder und Jugendliche dieser Zonen zu schaffen, in dem sie sich frei und unbekümmert treffen und austauschen, weiterbilden und kreativ sein können. Wir möchten deshalb gerneein Kulturzentrum im Viertel bauen, welches als eine Art Jugendtreff und Ausbildungsstätte gleichzeitig dienen kann. Von Seiten der Gemeinde werden nämlich gar keine Räume zur Verfügung gestellt, auch finanzielle Unterstützungen gibt es keine.

Die Durchführung dieses ersten Teils des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Organisation „Jovenés por la Vida“ (JoVi)

Dieser Teil des Projektes hat den Titel „PosteArte“, dieser wurde gewählt um speziell die Aufmerksamkeit von Jugendlichen zu erregen. Jugendliche „posten“ heute in sozialen Netzwerken regelmäßig Bilder und Anderes für ihre Freundinnen und Freunde. In diesem Sinne soll auf den Straßen der Projektgebiete (o.g. Viertel von Guatemala City) im öffentlichen Raum Kunst gepostet werden. Das Ziel ist die Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen, sowie Gewaltprävention durch künstlerische und kulturelle Aktionen mit dem übergeordneten Ziel des Aufbaus einer Kultur des Friedens in den Projektgebieten. In den letzten Monaten wurden den Kindern und Jugendlichen die wenigen öffentlichen Räume, die es bisher gab, genommen. Das Ziel der Aktivitäten von JoVi ist es, den öffentlichen Raum für die Kinder und Jugendlichen sowie für die gesamte Bevölkerung der Viertel zurückzuerobern. Dies geschieht durch gezielte Aktionen, an denen sich Kinder und jugendliche beteiligen können und welche auch stets einen bildenden Hintergrund im Hinblick auf ein bestimmtes Thema haben (z.B. Gang-Gewalt oder Geschichte der indigenen Bevölkerung). So hat die Gruppe JoVi beispielsweise gemeinsam mit Jugendlichen Wandmalereien und Graffitis an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Techniken ausgeführt, um damit eine öffentliche und gesellschaftliche Wiederherstellung der historischen Erinnerung zu fördern.

Im Rahmen dieses Teils des Projektes soll vor allem Kindern und Jugendlichen der Siedlungen Villa Lobos und Mezquital, sowie auch Schülern und Schülerinnen öffentlicher und privater Einrichtungen und deren Lehrern und Lehrerinnen die Möglichkeit der Teilnahme geboten werden. Mithilfe des in den Workshops erworbenen Wissens können diese später als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen dienen und das Gelernte an andere weitergeben. Erworbenes Wissen kann somit vermehrt werden und die Menschen können später  eigene Aktivitäten und Aktionen in ihren Siedlungen anstossen und durchführen.

Um dies alles zu erreichen sind vier Aktivitäten notwendig bzw. geplant:

Aktivität 1: Bau eines Kultur – Jugend und Fortbildungszentrums für Jovenés por la vida: Centro Cultural Comunal

Um die Nachhaltigkeit der Arbeit von JoVi zu fördern ist es wichtig der Gruppe einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie ihrer Bildungstätigkeit nachgehen kann und der zusätzlich auch Treffpunkt für die Jugendlichen des Viertels dient, in dem sich diese treffen und austauschen können. Der Raum soll den Jugendlichen ein menschliches Umfeld bieten, in dem sie sich sicher fühlen können und das ihnen eine Alternative zur Straße bietet. Seit 2008 arbeitet JoVi nur auf der Straße und ist dadurch auch vielen Gefahren ausgesetzt. Treffen und Fortbildungen finden meist nur in dem aus Wellblech gefertigten Wohnhaus des Leiters der Organisation – Juan Solares – statt. Dies sind natürlich sehr ungünstige Bedingungen für die Jugendarbeit. Das geplante Haus ist daher zugleich auch die Basis für die weiteren Aktivitäten der Organisation. Im Haus können auch die Fortbildungen für Jugendliche zwischen 12 und 30 Jahren angeboten werden, welche später als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen fungieren sollen.  Somit profitiert die Organisation, die Jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungen und damit in weiterer Folge die gesamte Bevölkerung der Viertel.


Das Haus wird in Zusammenarbeit der Mitglieder und einiger BewohnerInnen des Viertels erbaut werden. Die Arbeiter leisten dabei vor allem ehrenamtliche, jedoch trotzdem sehr gute und wertvolle Arbeit. Für die BewohnerInnen bedeutet dieses Kulturzentrum eine ganz besondere Aufwertung des Viertels, weshalb viele Hände an der Realisierung teilhaben werden. Ein Unternehmen zur Beauftragung für den Bau des Hauses kann deshalb nicht beauftragt werden, da die Viertel derart marginalisiert sind, dass keine normale Baufirma die Slums betreten würde um dort zu arbeiten. Die Kosten des Baus belaufen sich deshalb vor allem auf den Ankauf des Materials (wie von Juan Solares im Unterstützungsbrief beschrieben): Ziegelsteine, Wellblech und Holzbretter, Dachbalken, Zement, Glas, Gitterstäbe, Elektroinstallation, Sand, u.a.), sowie die Verhandlungen um das Grundstück und den Ankauf desselben.

Kulturzentrum: Skizze Ansicht

Kulturzentrum: Skizze Schnitt

Kulturzentrum: Skizze Erdgeschoss

Kulturzentrum: Skizze Obergeschoss


Aktivität 2: Bildung, kulturelle Identität und Austausch

Workshops

JoVi wird im Projektzeitraum (1 Jahr) 25 Workshops (siehe Finanzierungsplan Punkte 2.1 und 2.2) anbieten. Das Ziel der Workshops ist stets die Sensibilisierung der Jugendlichen für gewisse Themen (s.u.), damit einher geht die  Förderung von künstlerischen Fähigkeiten der jungen Menschen. Weiters wird durch die Förderung der Beteiligung von Jugendlichen an gesellschaftlichen Prozessen und die Vermittlung eines tieferen Einblicks in gesellschaftliche Sachverhalte und Probleme ein aktiver Beitrag sowohl zur Gewaltprävention als auch zur kommunalen Entwicklung geleistet.

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Die Themen der Workshops, die jeweils an einem Samstag oder Sonntag vormittags von 8.00  bis 13.00 Uhr (wegen der Sicherheitslage werden Veranstaltungen immer am Vormittag abgehalten, ca. 5 Stunden) stattfinden, sind:

- Aufbau einer kollektiven historischen Erinnerung: Dies ist besonders wichtig, da  in Guatemalas Schulen bis heute keine historische Aufarbeitung des Bürgerkrieges stattfindet. In diesen Workshops soll der Bürgerkrieg, aber ebenso die Binnenmigration thematisiert werden, die zur Konstruktion der Slums geführt hat. Auf folgende Fragen sollen gemeinsam Antworten gesucht werden: Woher kommen wir, woher kommen unsere Eltern? Was ist unser kultureller Hintergrund?

- Aufrechterhaltung der kulturellen Identität: Diese Workshops sollen den Jugendlichen die kulturelle Vielfalt Guatemalas näherbringen. Im Gegensatz zum spanischen Schulunterricht, der stets koloniale Errungenschaften betont, soll den TeilnehmerInnen Wissen über die Realitäten der Maya-Kultur und deren Traditionen vermittelt werden. Außerdem soll auch die persönliche Identität der jungen Menschen gestärkt werden: Was bedeutet es für mich ein Ladino oder ein Indigena zu sein?

- Menschenrechte: Menschenrechtsverletzungen sind in den marginalisierten Vierteln an der Tagesordnung, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die indigene Bevölkerung als Ganzes innerhalb der guatemaltekischen Gesellschaft eine marginalisierte und benachteiligte Stellung einnimmt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Workshops sollen darüber aufgeklärt werden was grundlegende Menschenrechte sind und wie man sich gegen deren Verletzung wehren kann.

- Umweltschutz: Das Müllproblem in den marginalisierten Vierteln ist groß, auch die Umweltverschmutzung in der Umgebung ist gravierend. Durch Umwelterziehung und Umweltbildung soll versucht werden weiteren Verschmutzungen vorzubeugen.

- Gesundheitserziehung: In großen Teilen der marginalisierten Viertel herrschen katastrophale hygienische Bedingungen, Gesundheitserziehung ist deshalb besonders wichtig. Das Trinkwasser ist verschmutzt und Latrinen können Nährstätten für Infektionskrankheiten der Atem- und Verdauungswege sein. Lungenentzündungen führen sehr häufig zum Tod. Weiters sind viele Kinder unterernährt, dies führt zu erheblichen Wachstumsproblemen, welche später die Lernfähigkeit der Kinder stark einschränken. In diesen Workshops soll den Jugendlichen beigebracht werden, wie sie sich und ihre Familie am besten vor Krankheiten schützen und vorbeugen können.

- Sexualpädagogik: Guatemala hat eine sehr hohe Schwangerschaftsrate bei Mädchen unter 16 Jahren. Einer der Gründe dafür ist die fehlende Sexualerziehung. Ohne schulische Bildung oder elterliche Zuwendung sind vielen Mädchen die Konsequenzen sexueller Aktivität nicht bekannt. Dies betrifft natürlich auch das Wissen über sexuell übertragbare Krankheiten.

Diese oben genannten Themen werden durch künstlerische Workshops unter dem Motto „Sozialer Zirkus“ unterstützt und erweitert: Stelzenlauf, Make-up, Kostüme, Gipsmasken, Jonglieren, Malerei, Theater.

Es geht also um Kunst mit soziopolitischem Hintergrund im öffentlichen Raum. Warum aber  Kunst?  Die  Antwort  darauf  ist  so  einfach  wie  erschreckend:  Durch  Theater, Graffiti  oder  künstlerische  Demonstrationen  werden  die  Themen  derer  sich  JoVi annimmt  einem  größeren  Bevölkerungsanteil  zugänglich.  Viele  Menschen  in Guatemalas sog. „roten Zonen“ sind Analphabeten und sind nie, oder kaum zur  Schule gegangen.  Dadurch  ist  ihre  Aufmerksamkeitsspanne  geringer  als  bei  Menschen  mit Schulbildung, es ist auch schwieriger für  sie sich auf lange und inhaltsreiche Vorträge zu konzentrieren. Durch die  Präsentation  und Bearbeitung schwieriger  Thematiken wie Gewalt  (intrafamiliäre  Gewalt,  sexuelle  Gewalt,  Gewalt  in  den  Jugendbanden), Drogenmissbrauch,  Aufarbeitung  der  Geschichte  (v.a.  bzgl.  Bürgerkrieg)  und politischer Bildung (mit dem Ziel zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern) in einer künstlerischen  Form  ist  es  einfacher  genannte  Bereiche  anzusprechen,  sie  werden dadurch für die Bevölkerung der Stadtteile auch zugänglicher und leichter verständlich.

Wer profitiert? Ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 12 und 30 Jahren der Siedlungen Villa Lobos, Mezquital, El Bucaro und Umgebung.

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Weitere Unterstützung von JoVi

Es gibt die Möglichkeit der Ausbildung zum Leiter / zur Leiterin des „Sozialen Zirkus“ in Mexiko D.F., welche ein Mitglied der Organisation besuchen sollte. Die geeignetste Person soll von der Organisation selbst ausgewählt werden. Diese Person fungiert danach als MultiplikatorIn und gibt gelerntes Wissen an die anderen Mitglieder weiter. Eine gute Ausbildung ist eine grundlegende Voraussetzung für erfolgreiche Jugend- und Bildungsarbeit. Außerdem kann diese Person sich dabei über die Grenzen Guatemalas hinaus mit anderen Personen austauschen und von der Erfahrung anderer lateinamerikanischer Organisationen lernen.

Weiters finden zweimal im Jahr nationale Koordinationstreffen aller Jugendorganisationen, welche im Bereich „Kunst“ arbeiten, statt. Die Teilnahme an diesen Treffen ist wichtig um inhaltlich und methodisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, um von anderen Organisationen zu lernen, sowie auch um sich untereinander auszutauschen Ziel dieser Treffen ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, sowie die Koordinierung und Abstimmung von Strategien mit Organisationen, Gruppen, Gemeinden und Behörden. Das Erlernen neuer Methoden und das Training der Mitglieder, welche die Workshops leiten, ist für die Umsetzung der einzelnen Projekte von JoVi sehr wichtig, daher soll im Rahmen unseres Projektes einigen Mitgliedern von JoVi die Teilnahme an solchen Treffen ermöglicht werden.

Besonders wichtig ist außerdem die Erlangung des Rechtsstatus einer juridischen Person (persona juridica) für JoVi. Da die anfallenden Kosten für einen Notar so hoch sind, und sich trotz Reduzierung noch immer auf rund 7500 GTQ belaufen, konnte die Organisation sich bis heute nicht registrieren lassen. AMIKARO unterstützt JoVi deshalb besonders auch in diesem Verfahren, da der Rechtsstatus einer persona juridica bei vielen Ansuchen für institutionelle Förderung und Finanzierung der Organisation Voraussetzung ist. JoVi kann somit in Zukunft auch ohne Unterstützung von AMIKARO Anträge stellen.

Wer profitiert? Zwanzig junge Mitglieder der Organisation. Später auch die Gemeinden, aus denen die Jugendlichen stammen und in denen sie die erlernten Fähigkeiten anwenden um konkrete Projekte umzusetzen.

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Aktivität 3: Veranstaltungen im öffentlichen Raum

Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind besonders wichtig, da sie ein großes öffentliches Interesse erwecken sowie Aufmerksamkeit erregen und dadurch ein besonders großer Teil der Zielgruppe erreicht werden kann. Außerdem bieten sie Jugendlichen die Möglichkeit sich selbst als aktive Akteure zu präsentieren, die sich für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände und für den Frieden einsetzen. Damit kann auch gegen die Kriminalisierung der Bewohner der marginalisierten Viertel vorgegangen werden, gleichzeitig werden die Viertel durch solche Aktionen aufgewertet.

Konkret sollen durch AMIKARO in diesem Jahr folgende Aktionen unterstützt werden:

Ein Zeichenwettbewerb, bei dem es um historische Erinnerung und Menschenrechte geht: Die Jugendlichen und Kinder werden dazu aufgerufen Bilder zu entwerfen, die die Geschichte des Viertels und des Landes widerspiegeln. Andere werden dazu aufgerufen Bilder zu entwerfen in denen Werte und Menschenrechte festgehalten werden sollen. Die SiegerInnen werden prämiert und die Siegerzeichnungen werden später als Wandmalereien an verschiedenen Punkten im Viertel, durch junge Menschen selbst, realisiert. Dazu werden strategische Punkte ausgesucht: das Gesundheitszentrum, Schulen, und andere Wände öffentlicher Gebäude, die von außen sichtbar sind. Auch Bushaltestellen und Bahnhöfe sollen so einen bunten, aber auch kritischen Anstrich bekommen. Dadurch werden einerseits öffentliche Räume saniert, andererseits wird lokale Kunst und Kultur gefördert.

Bei dem Zeichenwettbewerb und den Wandmalereien können insgesamt ca. 300 Kinder und Jugendliche teilnehmen.

Weitere Aktionen im öffentlichen Raum sind Demonstrationen bzw. Paraden zum Ziel Schaffung von Aufmerksamkeit im Bezug auf spezifische lokale Probleme (z.B. Gewalt). Die Organisation eines jährlich stattfindenden Straßenfestivals namens „Calle 22“, das Gewaltprävention fördert.

Wer profitiert? Ca. 2000 Menschen, direkt und indirekt.

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Aktivität 4: Bildungsmaterialien

Zur Unterstützung der Fortbildungen und Workshops im Bereich der historischen Erinnerung und der kulturellen Identität soll ein Buch erarbeitet werden. Thema des Buches soll die  Bevölkerung des Viertels Villa Lobos I sein, welche zur überwiegenden Mehrheit aus indigenen BinnenmigrantInnen besteht. Das Buch soll vor allem über die Geschichte der Gemeinden VillaLobos, Mezquital und der umliegenden Orte berichten und Brauchtümer, Traditionen, Sagen und Legenden der EinwohnerInnen sammeln. 600 Expemplare des Buchs sollen gedruckt und kostenfrei an die EinwohnerInnen dieser Viertel verteilt werden. Das Ziel des Buches ist es, eine gemeinsame Geschichte der BewohnerInnen der Viertel zu erarbeiten, dies dient zur Stärkung der kollektiven Identität.

Wer profitiert? Einige BewohnerInnen profitieren durch ihre Mitarbeit an der Erstellung des Buches, positive Effekte durch das Verteilen und Lesen des Buches sind für alle EinwohnerInnen der genantnen Viertel zu erwarten.

 

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